ESD wird immer wichtiger

Jeder kennt diese schmerzhaften Entladungen. Man läuft über einen Teppich, gibt jemanden die Hand und ein kleiner Blitz verbunden mit einem heftigen elektrischen Schlag lässt einen die Hand sofort wieder zurückziehen. Bei solchen Begebenheiten sind elektrostatische Entladungen meist harmlos. Schwere Folgen können diese Miniblitze jedoch in machen Arbeitsbereichen haben.

Was ist ESD
Elektrostatische Entladung, englisch Electrostatic Discharge (ESD), ist ein durch große Potenzialdifferenz in einem elektrisch isolierenden Material entstehender Funke oder Durchschlag, der einen sehr kurzen hohen elektrischen Stromimpuls verursacht.
Die Potentialdifferenz entsteht meist durch Reibungselektrizität

Wie entsteht elektrostatische Aufladung
Reibungselektrizität tritt z.B. auch beim Laufen über einen Teppichboden auf, wobei ein Mensch auf bis zu 20.000 V aufgeladen werden kann. Auch Bewegen auf einem Stuhl kann Aufladungen erzeugen, Kunststoffgriffe von Werkzeugen können elektrostatische
Potentialunterschiede verursachen, die empfindliche Bauteile gefährden

Die Folgen
Schon die Schreckreaktion solcher elektrostatischer Entladungen kann Gefährdungen verursachen.
Viel gefährlicher jedoch sind Entladungen in brandgefährdeten Bereichen. Hier können sie Brände auslösen.
Nicht nur der Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten und Gasen birgt Gefahren, auch Bereiche in denen Papier oder Folien verarbeitet werden, sind wie Arbeitsbereiche mit erhöhter Staubbildung (z.B. Getreidemühlen) stark gefährdet.

Elektrostatische Entladungen können auch an mikroelektronischen Bauteilen Schäden anrichten, denn im Verhältnis zur Masse verhält sich die Energie einer statischen Entladung in einen Halbleiter wie die Energie eines Blitzschlags in einen Baum.

Auch empfindliche Sensoren in manchen Produktionsanlagen können durch elektrostatische Entladung erheblichen Schaden erleiden.

Schutz vor elektrostatischer Aufladung
ESD Kleidung schützt vor einer Aufladung.
Nur spezielle ESD Schuhe sorgen für eine aktive Entladung der Spannung.  

Mit solchen Schuhen werden Mitarbeiter bei jedem Schritt geerdet und entladen. 

Die Entladung des Trägers wird hierbei meist über die Fußsohle, einer leitfähigen Einlegesohle, der Lederbrandsohle und Schuhsohlen aus leitfähigem Material hergestellt. 

Wird nun diese Kette z.B. durch den Einsatz einer orthopädischen, aber nicht leitfähigen Einlage unterbrochen, ist die ESD-Fähigkeit nicht mehr gegeben.

Auch die Verwendung einer nicht leitfähigen Einlegesohle aus dem Schuhgeschäft kann die Leitfähigkeit eines ESD-Schuhs beeinträchtigen.

Stabilus Safety hat ein Verfahren entwickelt, bei dem die Leitfähigkeit nicht nur über die Fußsohle, sondern auch großflächig über das Futter des Schuhs hergestellt wird. 

Dieses von Stabilus geschützte Verfahren, ESD complete, sorgt immer für eine optimale Entladung, egal welche Einlagen vom Träger verwendet werden.

Die Anforderungen an modernen Arbeitsplätzen steigen ständig. Wo gestern noch althergebracht produziert wurde, sind heute empfindliche Maschinen und Produktionsanlagen im Einsatz. In diesen Bereichen bieten ESD Schuhe einen aktiven Schutz.